Hat Ihr Gordon Setter VDH-, bzw. FCI-Papiere, so können Sie mit ihm u.a. an Prüfungen teilnehmen, die der GSCD jedes Frühjahr und jeden Herbst ausschreibt.

Ziel von Prüfungen ist es, unter genormten Bedingungen diejenigen Hunde herauszufinden, die aufgrund ihrer natürlichen Anlagen als englischer Vorstehhund und den gezeigten Leistungen einen hohen Zuchtwert erwarten lassen.

Der GSCD schreibt neben Spezialprüfungen bei Bedarf auch die VGP oder HZP/AZP aus. Die rassespezifischen Anlage- und Leistungsprüfungen sind:

im Frühjahr:
  • Jugendanlageprüfung (JAP)
  • Internationales Derby (ID)
  • Frühjahrseinzelsuche (FES)
  • Frühjahrspaarsuche (FPS)
im Herbst:
  • Herbstanlageprüfung (HAP)
  • Internationales Derby (ID)
  • Herbstprüfung (HP)
  • Jagdsuche (JS)
Basierend auf der historischen Entwicklung der Hunderasse Gordon Setter liegt bei den Spezialprüfungen des GSCD ein zentrales Augenmerk auf der Arbeit „vor dem Schuss", d.h. der Suche, dem Finden und dem Vorstehen von Federwild.



Beurteilt wird die rassespezifische Arbeitsweise, die sich im Gangwerk, Kopf- und Rutenhaltung, in der Bewegung sowie in der Vorstehweise zeigt. Geprüft werden die Fächer Nase, Vorstehen und Nachziehen, Suche, Sekundieren (bei Paarsuchen), Führigkeit und Gehorsam.

Eine Art Meisterprüfung für britannische Vorstehhunde, also auch für den Gordon Setter, stellt die Paarsuche im Frühjahr dar. Nur wenn zwei Hunde gleichzeitig das ihnen zugewiesene Gelände absuchen, haben sie Gelegenheit, neben dem Vorstehen auch das Sekundieren zu zeigen. Insbesondere Letzteres erlaubt wichtige Rückschlüsse auf die genetische Veranlagung eines englischen Vorstehhundes.

apportWeitere Prüfungsinhalte sind dem praktischen Jagdbetrieb entlehnt. So kommen im Herbst - je nach Prüfungsart – eine Wasserarbeit, der Apport oder die Verlorensuche von Haarwild und Federwild hinzu.

Bei den Anlageprüfungen erfolgt die Prüfung der Schußfestigkeit im Feld durch einen Flintenschuß in die Luft bei abstreichendem Federwild, bei den Leistungsprüfungen entsprechend internationalen Gepflogenheiten mit einer Schreckschußpistole oder aber auch mit der Flinte.

Im Herbst am Wasser und insbesondere bei der Jagdsuche, wo Federwild vor dem Hund geschossen werden kann, wird nur die Flinte eingesetzt.

Auf Basis aller gezeigten Leistungen wird der Hund abschließend mit einer Gesamtnote bewertet. Hierfür stehen den Richtern eine international einheitliche, 20 Punkte umfassende Skala mit folgenden Prädikaten zur Verfügung:

  • 0 - 5 ungenügend
  • 6 - 10 gut
  • 11 - 15 sehr gut
  • 16 - 20 vorzüglich

Prüfungsergebnisse erlauben - in Zusammenhang mit Ausstellungsergebnissen - Aussagen und Rückschlüsse für die Zucht, die der Erhaltung und dem Fortbestand des Gordon Setters als englische Jagdhunderasse dienen.